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Praxis des Neurofeedbacks

Zunächst muss die Haut gereinigt werden, um den Übertragungswiderstand von der Elektrode zur Haut möglichst gering zu halten.

Die Ableitung der DLR-Elektrode erfolgt in der Regel am Handgelenk. Des weiteren werden Elektroden an einem oder beiden Ohrläppchen befestigt.
Nach dem internationalen 10-20er System werden noch an bis zu vier genau ausgemessenen Punkten Elektroden gesetzt.

10-20-System

Als erstes muss der Patient lernen ganz ruhig zu sitzen, damit seine Muskelbewegungen das EEG-Signal nicht überlagern.
Muskelaktivität, vor allem durch Kiefer-, Zungen- und Augenbewegungen, verursacht Störungen in der EEG-Messung. Wir sprechen von Artefakten.
Diese Artefakte können im EEG erkannt werden, da sie mit ihrem breiten Frequenzanteil alle Bereiche von Gehirnwellen erhöhen.
Bevor das Training von Gehirnwellen sinnvoll ist, muss, sofern der Anwender viele Artefakte produziert, zunächst eine gezielte Verringerung diese Artefakte trainiert werden. Wir sprechen von einem Reduktionstraining von Artefakten, bzw. Artefaktkontrolle.
Sobald der Patient seine Artefakte kontrollieren kann, beginnt das Training der Gehirnwellen.

Welche Gehirnwellen vermehrt bzw. vermindert auftreten sollen, entscheidet der Therapeut individuell anhand der vorhandenen Symptome, Verhaltensweisen, Beschwerden und dem aktuellen Frequenzbandmuster, welches der einzelne Patient aufweist.
Bei vielen Patienten führen wir hierfür einen Standarttest durch. Während wir die Veränderungen der Gehirnwellen beobachten und aufzeichnen, bekommt der Klient unterschiedliche Aufgaben gestellt. Diese reichen von kleinen Rechen- und Leseaufgaben bis zum einfachen Dasitzen mit offenen und geschlossenen Augen. Oft lassen sich aus diesen Aufzeichnungen interessante Rückschlüsse ziehen oder es ergeben sich Hinweise auf die spezielle Problematik.